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Notizen & Neues 2014

Wer war "Fräulein Engels"?

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 24 Jan 2014
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Das Konfektions- und Manufakturwarengeschäft Marcus Meyer (Grabenstraße 85, heute Grabenstraße 57) befand sich an der Ecke Grabenstraße/Marienstraße in Eschweiler. Im 2. Weltkrieg wurde es so stark beschädigt, dass es abgerissen werden musste. In dem heute dort stehenden Neubau befindet sich unten das Geschäft eines Optikers. Gründer Marcus Meyer, der auch Vorsteher der Synagogengemeinde war, starb 1914. Nachfolger als Inhaber wurde sein 1890 geborener Sohn Moritz. Er stand bis zu seiner Emigration an der Spitze des Geschäfts, das zu den größten in Eschweiler zählte. 1937 flüchtete er mit seiner Frau Sophie geb. Loebenstein und den Kindern Georg Markus (Uri) und Hans (Jochanan) nach Palästina. Auch seinem Bruder Friedrich André (später: Asher Meir) gelang die Ausreise. Doch drei der sechs Schwestern und viele weitere Verwandte wurden in Vernichtungslagern ermordet.

Das Geschäft an der Ecke Marienstraße/Grabenstraße in Eschweiler wurde offenbar eine Zeit lang von "Fräulein Engels" weiter geführt. Was Eddo Rosenthal, ein Urenkel von Marcus Meyer, über diese Frau berichten kann, hat er vor vielen Jahren von "der Witwe von einem der zwei Söhne von Marcus Meyer" erfahren. Nach deren Bericht habe die Eschweiler Geschäftsfrau mit dem Einverständnis von Moritz Meyer gehandelt, sie habe Geld überwiesen, das zum Aufbau einer neuen Existenz dringend gebraucht wurde, und sei überhaupt "eine wunderbare Frau" gewesen. Sie habe keine Kinder gehabt und lebe auch heute nicht mehr.

Sollten Leser dieser Website mehr über "Fräulein Engels" wissen: bitte melden!

Zuletzt geändert am: 24 Jan 2014 um 15:30:55

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