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Notizen & Neues 2012


Ein exakter Plan des Eschweiler jüdischen Friedhofs aus dem Jahr 1942

14 Dec 2012, 12:04:00

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

 

Wie viele tote Zwangsarbeiter kann man auf einem Grundstück von 45,18 Meter Länge und 12,40 Meter Breite beerdigen? Dieser makaberen Rechenaufgabe stellte sich das Stadtbauamt Eschweiler im August 1942. Das Ergebnis: 125 Gräber bekommt man unter, und es bleibt noch Platz für sechs Bäume und ein paar Quadratmeter Rasen. Allerdings muss man vorher alle Gräber beseitigen, die sich bereits dort befinden. Denn bei dem Grundstück von 45 mal 12 Metern handelte es sich um den jüdischen Friedhof an der Talstraße.

 

Der handkolorierte Plan von 1942, exakt im Maßstab 1:100 gezeichnet, schließt (zumindest ein wenig) eine Wissenslücke. Denn aus der Zeichnung ist erkennbar, wie der Friedhof ursprünglich gestaltet war, als er noch Begräbnisstätte der Eschweiler Juden war.

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Jüdische Geschichte in Nordrhein-Westfalen: Forscher vernetzen sich

20 Nov 2012, 22:35:00

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -"Voneinander lernen" war die unausgesprochene Leitidee einer Tagung am 18. November im Seminarraum der Alten Synagoge Essen. Das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte und die Alte Synagoge als "Haus jüdischer Kultur" in Essen (Bild links) hatten dazu Forscher auf dem Gebiet der jüdischen Geschichte zu einem Austausch über laufende Geschichtsprojekte eingeladen. Ziel dieses ersten Treffens: Eine Vernetzung der vielen, oft von "Einzelkämpfern" betriebenen Forschungsprojekte.

Rund 15 solcher Projekte wurden in Vorträgen von jeweils 15 Minuten vorgestellt und anschließend diskutiert. Darunter auch die Erforschung der Geschichte der Eschweiler Juden, die auf dieser Internetseite nach und nach dokumentiert wird.

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Ein Poesiealbum-Eintrag aus dem Jahr 1932

13 Nov 2012, 15:31:00

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Im Frühjahr 1932 bat die damals neun Jahre alte Lieselotte Thelen aus der Marienstraße in Eschweiler die große Schwester ihrer Freundin Helga, etwas in ihr Poesiealbum zu schreiben. Und das tat Jenny Elkan, die große Schwester, dann auch: „Hab Sonne im Herzen, ob's stürmt oder schneit...“ Das Posiealbum existiert noch. Die Eigentümerin hat es bis heute aufbewahrt.

 

Jenny Elkan, damals 19 Jahre alt, wurde wenige Jahre später als jüdische Widerstandskämpferin von den Nationalsozialisten ermordet. Zu ihrem Gedenken wurde ein so genannter Stolperstein vor dem damaligen Haus der Familie Elkan an der Marienstraße 45, dem heutigen Kino "Primuspalast", verlegt. Das kleine Mädchen von einst, die jetzt 90-jährige Lieselotte Gröbel, betreut diesen Gedenkstein.

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Vernichtung durch Arbeit: 56 tote Kriegsgefangene

23 Jul 2012, 08:45:00

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Bei der Suche nach Daten jüdischer Zwangsarbeiter stieß ich auf die Todesbescheinigungen für 56 sowjetische Kriegsgefangene und die Namen weiterer Zwangsarbeiter, die in den Kriegsjahren in Eschweiler an Entkräftung, Unterernährung und Mangelkrankheiten starben. "Vernichtung durch Arbeit" nannte das die NS-Führung. Diese Internetseite ist eigentlich den Juden aus Eschweiler gewidmet; ich denke darüber nach, welche Möglichkeiten es gibt, auch dieser nicht-jüdischen Opfer zu gedenken. In Eschweiler wird bisher nirgends an sie erinnert.

Der hier abgebildete Zettel enthält Angaben über den Schlosser Iwan Trofimow. Er wohnte in der Nähe von Leningrad, war verheiratet und hatte zwei Kinder. Trofimow wurde im "Russenlager Wetterschacht" gefangen gehalten, er starb an "Herzschwäche und allgem. Körperschwäche". Er wurde 34 Jahre alt.

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Gedenkstein in Meschede erinnert an Paula Meyer aus Eschweiler

16 Jul 2012, 13:56:00

In der Sauerland-Gemeinde Meschede erinnern jetzt Stolpersteine an Paula Meyer aus Eschweiler und ihren Mann Leopold Wallach. Für ihre Enkel sind die Stolpersteine wie neue Wurzeln in der alten Heimat der Großeltern.

Es waren bewegende Momente am 31. Mai in Meschede. Eddo Rosenthal, Enkel von Paula Meyer und ihrem jung gestorbenen ersten Ehemann Carl Rosenthal, seine Schwester Marion Paula Rosenthal und weitere Verwandte waren aus Israel und aus den Niederlanden angereist.

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