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Heumann, Rosa, geb. Humberg

Heumann, Rosa, geb. Humberg

 

 

erstellt von Friedhelm Ebbecke-Bückendorf Zuletzt aktualisiert: 20.07.2012

Familienname

Heumann

Vorname

Rosa

Geburtsname

Humberg

Geburtsdatum

17.08.1875

Geburtsort

Klein Reken (westliches Münsterland)

Familienstand

Verheiratet mit Yitzhak/Isaak Heumann, Heirat am 17.10.1911 in Groß-Reken [Todesurkunde Isaak Heumann]

Mutter

Billa/Sara Humberg geb. Cohen (oder Cohn)

Vater

Moshe Humberg

Geschwister

Levi Humberg [Quellen: Tenhumberg, Familienbuch Euregio]

Laut Website von Alexandra Schlothane weitere Geschwister: Helena, Johanna, Regina, Sali und Theresia

Ehepartner

Isaak Heumann, * 17.08.1875 Eschweiler, Y 20.09.1940 Eschweiler

Kinder

- Robert Rafael (*29.08.1914) entkam über Schweden nach Israel und überlebte die Shoa.

- Selma Hess, geb. Heumann (*14.03.1919) wurde auf dem Weg nach Palästina verhaftet und samt Kind zurück nach Eschweiler geschickt. Von hier aus dann in ein KZ im Osten deportiert. [Quellen: Briefs und Rafael Heumann] Wahrscheinlicher ist, dass sie zum Kladovo-Transport gehörte und im Judenlager Semlin/Sajmiste bzw. dem KZ Zasavica ermordet wurde. [List of Jews from Sabac camp/Yad Vashem]

- Friedrich Heumann, 1912-1916, wurde 4 Jahre alt

Weitere Verwandte

Schwägerin Wilhelmine David geb. Heumann - für sie liegt seit 2008 ein Stolperstein.

Beruf

Hausfrau

Letzte E'ler Adresse

Kirchstraße 8, heute Fischerstraße 8 (Stadtteil Röthgen)

Deportation etc.

Sammellager am Friedhof Stich, dann Deportation ab Koblenz 22. März 1942, nach Izbica, Ghetto

Todesdatum

Für tot erklärt

Todesort / Ursache

 

Sonstiges

Ihr Ehemann Isaak starb 2. September 1940.

Die Familie zog etwa 1928/29 von Bergrather Straße 1 zur Kirchstraße 8 um. [Adressbuch 1929]

Rafael Heumann gibt 1955 als Großmutter „Billa Cohn“ an, als letzten Wohnort nennt er „Jugendheim Stich“.

Ihr Bruder Levi Humberg heiratete 1941 die aus Eschweiler (bzw. Alsdorf/Würselen) stammende Else Weil, siehe dort.

Es gab eine weitere Familie Heumann, Langwahn 111 (Philipp Heumann)

Stolperstein?

Verlegt am 13. Dezember 2011

 

 

Quellen
 


Yad Vaschem:
 

01.Full Record Details for Heumann Rosa

Quelle: Gedenkblätter

Nachname: HEUMANN / HOIMAN

Vorname: ROSA / ROZA

Geburtsname: HOMBERG

Vorname des Vaters: MOSHE

Vorname der Mutter: SARA

Geschlecht: weiblich

Geburtsdatum: 17/08/1875

Alter: 70

Geburtsort: KLEIN REKEN, MUENSTER, WESTPHALEN, Deutsches Reich

Familienstand: verheiratet

Vorname des Ehepartners: YITZKHAK

Ständiger Wohnsitz: ESCHWEILER

Berufliche Ausbildung: Hausfrau

Aufenthaltsort während des Krieges: ESCHWEILER

Nachname des Einsenders: HOIMAN

Vorname des Einsenders: RAFAEL

Beziehung zum Opfer: Sohn

 

02.Full Record Details for Heumann Rosa

Quelle: Gedenkblätter

Nachname: HEUMANN / HOIMAN

Vorname: ROSA / ROZA

Geburtsname: HUMBERG

Vorname des Vaters: MOSHE

Vorname der Mutter: BILLA / BILHA

Geschlecht: weiblich

Geburtsdatum: 17/08/1875

Geburtsort: KLEIN REKEN, MUENSTER, WESTPHALEN, Deutsches Reich

Familienstand: verheiratet

Ständiger Wohnsitz: ESCHWEILER, AACHEN, RHEIN PROVINZ, Deutsches Reich

Aufenthaltsort während des Krieges: ESCHWEILER

Todesdatum: 1942

Nachname des Einsenders: HOIMAN

Vorname des Einsenders: RAFAEL

Beziehung zum Opfer: Sohn HEUMANN, HOIMAN, SELMA

 

03.Full Record Details for Heumann Rosa

Quelle: Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 1986

Nachname: HEUMANN

Vorname: ROSA

Geburtsname: HUMBERG

Geburtsdatum: 17/08/1875

Ständiger Wohnsitz: ESCHWEILER, AACHEN, RHEIN PROVINZ, Deutsches Reich

Todesort: EASTERN EUROPE GEO REGION

Status des Opfers zum Kriegsende: für tot erklärt

 

 

Gedenkbuch:
Heumann, Rosa

geb. Humberg
* 17. August 1875 in Klein Reken
wohnhaft in Eschweiler

Deportation:
ab Koblenz
22. März 1942, Izbica, Ghetto

Todesdatum/-ort:
für tot erklärt


 

Andere Quellen:
 

1. -fe-: zum Thema „Stolperstein für Rosa Heumann“ habe ich in der Schriftenreihe des Geschichtsvereins die Bestätigung gefunden, dass die jetzige Fischerstraße die damalige Wohnadresse „Kirchstraße“ war.
Im Aufsatz „Sie lebten mitten unter uns“ von Simon Küpper (Schriftenreihe Nr. 1 von 1989, S. 91) steht diese Passage: „Robert Heumann, der heute im Kibbuz Dafna in Israel lebt, berichtete über das Schicksal seiner Familie: „Ich bin 1914 geboren. Meine Eltern waren Isaak und Rosa Heumann. Zuletzt (ab 1929) wohnten wir an der Kirchstraße 8 in Röthgen. Ich selbst habe 1937 Deutschland verlassen und bin nach Israel ausgewandert. Mein Vater starb 1939. Meine Mutter wurde zusammen mit anderen Eschweiler Juden auf dem Stich in einem Lager konzentriert und von dort in die Vernichtungslager im Osten geschickt. Das gleiche Schicksal traf meine Schwester Selma (geboren 1919), die auf dem Weg nach Palästina war. Sie wurde in Jugoslawien von den Nazis verhaftet und zusammen mit ihrem Baby nach Eschweiler zurück geschickt und von dort nach dem Osten. Ihr Mann wurde gleich von Jugoslawien in ein Vernichtungslager in Polen geschickt.“

Vielleicht war Luise Hess geb. Moses, Marienstraße 12, ihre Schwiegermutter.
 

2. Rudolf Briefs „Jüdische Familien in Eschweiler und Weisweiler“ berichtet ausführlich über die Familie Heumann:

Issak Heumann, gestorben Ende 1939, wohnte Kirchstraße 8 (Eigentum), Gewerbe Althandel/Lumpenhändler, Familie Rosa Heumann geb Humberg *17.8.1875, Sohn Rafael (Robert) * 29.08.1914, Tochter Selma *14.03.1919.
Handelnd fuhr Isaak Heumann mit einem Handwagen umher, der mit Fähnchen u.Ä. geschmückt war. Kaufte und verkaufte Ziegenfelle. Unter anderem bot er aufgespannte Kaninchenfelle zum Tauch an. Gab als Entgelt z.B. für empfangenen Schrott (Altmetall) grundsätzlich Gegenstände des täglichen Bedarfs. Besonderheiten: Der etwas klein geratene Isaak, auch Isäckelchen genannt, war ein Eschweiler Original, das schon Heiterkeit durch sein Erscheinen erregte. Am Sabbat ging er nur in Frack und Zylinder.

Rosa Heumann wurde mit anderen Juden von Eschweiler-Stich aus in ein Lager nach Osten gebracht. Tochter Selma, die auf dem Weg nach Palästina war, wurde in Jugoslawien verhaftet und mit ihrem Baby nach Eschweiler zurück geschickt. Von hier aus kam sie nach Osten in ein Lager. Ihr Mann wurde gleich von Jugoslawien aus in ein Vernichtungslager nach Polen gebracht. Alle kamen um.

Sohn Rafael (Robert) verließ Deutschland 1937 zur landwirtschaftlichen Ausbildung in Schweden. In Wuppertal heiratete er und zog im September 1938 nach Palästina. In einem Schreiben an den Eschweiler Geschichtsverein vom 25. Jan. 1991 bittet er um einzelne Eschweiler Zeitungen zu besonderen historischen Ereignissen: „Das nützt zur Aufrechterhaltung der Erinnerungen und Beziehungen und interessiert mich.“

 

Adressbücher

1912

Heumann Isaak, Händler, Eschweiler, An der Glocke 9 a

1929
Heumann, Isaak, Althändler, Bergratherstraße 1
Gewerbeteil: Althändler – Heimann Isaak, Kirchstraße 8
Nachträge: Umzug zur Kirchstraße 8 in der Zeit der Erstellung des Adressbuchs.

1935
Heumann Isaak, Althandlung, Kirchstraße 8



 

Internetseite http://www.humberg.net/page/Juden-Humberg.aspx:

1875

Rosa Humberg * 17.08.1875 in Klein Reken, wohnhaft in Eschweiler
eventl. Schwester von Levi Humberg und Tochter von Moses Humberg und Billa Sara Cohn. Die Lebensdaten stimmen jedoch unstimmig!
oo Isaak Yitzchak Heumann * ca. 1870
Deportation ab Koblenz, 22.03.1942 Ghetto Izbica
Kinder:
Rafael Heumann
Selma Heumann * 14.03.1919 oo Hess, Hamburg
gest. Okt.1941, Zasavica, Konzentrationslager


 

Familienbuch Euregio

hat ihren möglichen Bruder

Levi Humberg
 14.07.1887 jd Klein Reken
Beruf: Reichsbahninspektor
[Heiratsurkunde] seine Heirat 1941, Levi Humberg, Reichsbahninspektor aus Bottrop, Kirchhellenerstraße 46, *14.7.1887 Klein Reken Kreis Borken, Sohn von Moses Humberg und Billa Cohen
[Gedenkbuch] Levi Humberg, *14.7.1887 Klein Reken, wohnhaft in Bottrop; Deportation am 10.11.1941 ab Düsseldorf nach Minsk
Opfer der Shoa
Eltern: Moses Humberg und Billa Cohen

Heiratsurkunde Else Weil und Levi Humberg, 1941
verheiratet mit
Else Weil
* 28.11.1903 jd Alsdorf
Beruf: Hausgehilfin
[Geburtsurkunde] Alsdorf, Else Weil, *28.11.1903 Alsdorf, Tochter von Benjamin Weil, Maler und Anstreicher aus Alsdorf, und Clara Neumann; Randvermerk: Heirat Bottrop am 3.9.1941
Heiratsurkunde] ihre Heirat 1941, Else Sara Weil, Hausgehilfin zu Wuppertal, Tannenbergstraße 12, *28.11.1903 Alsdorf, Tochter von Benjamin Weil und Klara Neumann
Laut Manfred Lück, Juden in Bottrop, Band 1, wohnhaft in Bottrop, Deportation am 10.11.1941 nach Minsk
Opfer der Shoa
Eltern: Benjamin Weil und Klara Neumann
Heiratsurkunde Else Weil und Levi Humberg, 1941
Geburtsurkunde Else Weil *1903

Else Weil stammt aus Eschweiler (siehe Heiratsurkunde)

 

 

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