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Josef Erkelenz

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

 

Josef Erkelenz

Ein Stolperstein für Josef Erkelenz wurde am 11. Juni 2015 in Eschweiler an der Kochsgasse 3 verlegt.

 

Text für den Stolperstein:

HIER WOHNTE
JOSEF ERKELENZ
JG. 1912
FRONTURLAUB
„AUF DER FLUCHT
ERSCHOSSEN“
26.9.1944

 

Kurzbiografie

Der 32 Jahre alte Eschweiler Metzgergeselle Josef Kaspar Erkelenz (geb. 27. August 1912 in Eschweiler) war im Zweiten Weltkrieg Obergefreiter der Wehrmacht, beim Grenadier-Regiment 240. Er hatte Ende Juli Heimaturlaub bekommen, um zu heiraten. Am 18. August 1944 heiratete er in Eschweiler Gertrud Emonts geborene Knörchen. Die junge Frau, geboren 4. Dezember 1920, war bereits Witwe. Ihr erster Mann Jakob Emonts war 1942 in Russland gefallen, sie hatte zwei kleine Kinder, geboren 1940 und 1941.

Im August/September 1944 wusste eigentlich jeder, dass der Krieg für das Deutsche Reich verloren war. Die Amerikaner kämpften schon um Aachen, sie hatten am 14. September Kornelimünster eingenommen, griffen Stolberg und Eschweiler an. Josef Erkelenz war nach seiner Hochzeit im August in Eschweiler geblieben – sein Regiment existierte nicht mehr, es war im August bei Kischinew an der Ostfront vollständig vernichtet worden. Was genau Josef Erkelenz an seinem Todestag, dem 26. September 1944, auf der Autobahn bei Eschweiler wollte, ist nicht bekannt. Eschweiler wurde in der zweiten Septemberhälfte bereits evakuiert – vielleicht hatte die junge Familie sich versteckt gehalten, und nun war dem Soldaten, der nicht an die Front zurück gekehrt war, der Weg in die Evakuierung versperrt. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass Josef Erkelenz versucht hat, nach Holland zu gelangen. In Amersfort in den Niederlanden nämlich lebte seine Mutter. Doch er kam nicht dort hin. Am 26. September 1944 wurde Josef Erkelenz auf der Autobahn bei Eschweiler „auf der Flucht erschossen“ - so steht es wörtlich in seiner Todesurkunde. Über die Todesschützen ist bislang nichts bekannt. Möglicherweise war es ein Kommando der im September gegründeten Werwolf-Freischärler, denen noch mindestens zwei weitere Eschweiler zum Opfer fielen.

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